Unsere Geschichte

 

Im Jahr 1921 wurde in Pirna der erste Hundesport-verein gegründet. Die Initiatoren waren Geschäftsleute aus Pirna und der näheren Umgebung, u.a. "Kristall-Lauschke" und "Schuh-Mütterlein". Als erster Ausbilder stellte sich ein Studienrat der Germanistik zur Verfügung.   

 

Einfachen Arbeitern war die Mitgliedschaft vorerst verwehrt. Informationen zu dieser  

Entwicklungs-geschichte gab uns der inzwischen verstorbene Sportfreund Heinz Lindner (Transformatorenbau).  

 

Er erinnerte sich beispielsweise, für die Aufnahme eines jungen Maurers in den Hundesportverein die Bürgschaft übernommen zu haben. Das war Kurt Schneider, der spätere Bezirksobmann für Deutsche Schäferhunde.    

 

Der zweite Weltkrieg brachte auch für den Hundesport große Einschnitte; nicht nur die Sportler mussten zum Militär, auch schussfeste und beißsichere Hunde wurden eingezogen.  

 

In den Kriegsjahren traten Frauen in den Mittelpunkt. Sie versorgten die verbliebenen Tiere. Leider sind uns keine detaillierten Aussagen über Zucht und Ausbildung der Hunde während des Krieges zugänglich.  

 

Nach dem Krieg war es Heinz Lindner, der den Hundesport wieder belebte. Der Hundesport gehörte dem VKSK (Verband der Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter) an. Später wurde er der GST (Gesellschaft für Sport und Technik) zugeordnet. Als Trägerbetrieb fungierte in dieser Periode der VEB „Zellstoffwerk" Pirna.

 

 

Als neue Dachorganisation fungierte die Sektion Dienst- und Gebrauchshundewesen (SDG).1988 wurde die SDG dem VKSK angeschlossen.

 

Im Jahr 1989, dem Jahr der politischen Wende in der DDR, erfolgte die Auflösung der SDG. Im Januar/Februar 1990 fand die Auflösung der SDG Bezirksleitung mit einer Abschlussveranstaltung statt.

 

 

Am 24.02.1990 löste sich die Kreisleitung auf. Die letzte Jahreshauptver­sammlung der SDG, OG Pirna fand am 17.03.1990 statt. Hier wurde jedes Mitglied persön­lich befragt, ob es Mitglied im SGSV, im Rasseverband oder nur einfaches Mitglied im Orts­verein werden will. Um uns nicht zu trennen und ohne zu wissen was auf uns zukam, gab der größte Teil die Mitgliedschaft im SGSV und dem Rasseverband an. Der SGSV (Schutz- und Gebrauchshunde-Verband) wurde gegründet. Die Spezialzuchtgemeinschaften weigerten sich dem SGSV beizutreten und wurden selbstän­dige Rasseverbände. Durch die hohen Beitragssätze sind viele Sportfreunde/Innen gar nicht erst in die Rasseverbände eingetreten, ausgenommen die Züchter. Der SGSV ist reiner Leistungssport.    

 

 

Der Hundesportverein Pirna e.V. ist Mitglied des Kreissportbundes (KSB) Pirna und des Landessportbundes (LSB) im Freistaat Sachsen. Allerdings bestehen diverse Kompetenz­probleme. Beispielsweise verbieten es die Satzungen der Rassevereine, Mitglied des LSB zu werden. Sportler des SGSV und Sportler der Rasseverbände können gegenseitig an Prüfungen teil­nehmen. Landesmeisterschaften werden getrennt durchgeführt. Die Sportler treffen sich erst bei den Deutschen Meisterschaften wieder.

 

Es gibt Rasseverbände, die dem Züchter die Zucht erst genehmigen, wenn der Hund im eigenen Rasseverband eine Prüfung  

bestanden hat.

 

Unser Sportfreund Heinz Lindner war Wegbereiter für den hohen Leistungsstandard im Hundesportverein Pirna. Er war 1936 erster Teilnehmer an den Deutschen Meisterschaften. Mitglieder des HSV Pirna nehmen in jedem Jahr an einer Vielzahl von Wettkämpfen (Vereins-, Kreis-, Landes- und Deutschen Meisterschaften) teil. Die Erfolgsgeschichte hatte in der DDR begonnen, wobei die Prüfberechtigungen in dieser Zeit härter waren als jetzt.

 

Der HSV Pirna e.V. ist für alle Hunderassen offen. Vertreten sind z.B. Deutsche und belgische Schäferhunde, Riesenschnauzer, Rottweiler, Beagle, Entlenburger Sennenhunde, Labradore, Golden Retriever, Bulldoggen, Mischlinge sowie andere kleinere Rassen. Der Öffentlichkeit präsentieren wir unser Leistungsvermögen anlässlich von Sport-, Gemeinde-­ und Stadtfesten, wofür wir mehr Einladungen erhalten als erfüllbar sind.

 

Im Jahr 2001 feierten wir unser 80jähriges Bestehen mit einem großen Fest.

 

Im darauf folgenden Jahr wurde unser Vereinsheim vom Augusthochwasser der Seidewitz total zerstört. Unser Trainingsplatz war nicht mehr wieder zu erkennen. 

 

...wird fortgeschrieben...  

 

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